Kurt Schmidt

27. März 2006 um 00:16 Uhr | In News | 6 Kommentare

Ziemlich genau drei Jahre ist es her, da lockten “Herr Schmidt und Herr Friedrich” die Menschen in Scharen in die Nordhorner Kinos. Der Film über ein schwules Grafschafter Paar erwies sich über Monate als Publikumsmagnet. Noch heute erzielen die Wiederholungen im NDR-Fernsehen hohe Einschaltquoten und erinnern Kurt Schmidt, der nach dem Tod seines Partners Wilfried Friedrich alleine lebt, an eine aufregende Zeit zwischen Rampenlicht und Gartenzwerg. Über sein außergewöhnlich gewöhnliches Leben spricht der 60-Jährige mit Achim Haming. Das Interview war am 26. März 2006 auf der Ems-Vechte-Welle zu hören.

mp3 – 43:12 – 20,3mb

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  1. [...] Möchte man sich zu Beginn des Films noch über den Lebensstil der beiden Männer lustig machen, bekommt man schließlich doch schnell feuchte Augen aufgrund ihrer tatsächlich wundervollen Liebesgeschichte und der einzigartigen Erinnerstücke in Form von Briefen und Fotos. Einen Schlag in die Magengrube verspürt man jedoch, wenn man weiß, dass Wilfried Friedrich, der während des gesamtes Films eigentlich nie ohne Glimmstengel zu sehen ist und verdächtig hustet, kurz nach den Dreharbeiten schwer erkrankt und verstorben ist (was erst im Abspann des Films in Form einer kurzen Texteinblendung erwähnt wird). Ein sehr schönes 45minütiges Radio-Interview mit Kurt Schmidt gibt es hier. [...]

    Pingback by being boring » Morgen, da fährt mein Zug in eine andere Welt — November 27, 2006 #

  2. Hallo,
    ich bin sehr angetan von der Geschichte von “Herr Schmidt und Herr Friedrich”, von Kurt und Wilfried.
    Mein Mann und ich leben eine ebensolche Ehe, wie es die beiden getan haben. “Uns” gibt es auch schon ziemlich lange. Schade nur, daß es Wifried Friedrich nicht mehr gibt. Umso stärker der herzliche Wunsch, diesen Kurt einmal kennenzulernen, wohl wissend, daß dies ein Wunschtraum bleiben wird. Man weiß ja nie … vieles ist einfach wunderbar. Auch der Austausch des Glaubens, angedeutete Erfahrungen von Kurt sind ebenso interessant, wie die Geschichte der schlesischen Thematik.
    Es grüßt sehr aufrichtig und freundlich,
    Armin

    Kommentar by Armin — November 27, 2006 #

  3. Hallo,
    ich habe heute im Bayern 3 die Doku über die Schlagersängerin Manuela gesehen und war sehr froh nach langer Zeit Kuddel Schmidt zu sehen. Ich kannte die Filme “Herr Schmidt und Herr Friedrich” sowie die Renate Kern Doku und war sehr aufgewühlt als er sich am damals über den möglichen Tod von Herrn Friedrich auseinandersetzen musste und auch ein Suizid nicht ausschloss, seit dem habe ich mir immer Gedanken gemacht ob es ihm gut geht.

    Kommentar by Gregor — Juli 16, 2007 #

  4. Ich habe, nachdem ich den Film vor Jahren gesehen habe, der mich sehr berührt hat, mit Kuddel (Herrn Schmidt) Kontakt aufgenommen. Ein Blick in das Nordhorner Telefonbuch reichte dafür aus. Wir stehen seitdem in Briefkontakt. Er ist ein wunderbarer Mensch.

    Kommentar by Henning — Januar 2, 2011 #

  5. Ein hochinteressanter und emotionaler Film “Herr Schmidt und Herr Friedrich” den man gesehen haben muß. Eine schöne Ergänzung ist das hier geführte Gespräch mit Herrn Schmidt. Herzlichen Dank!
    Kommentar folgt am 12.11. zu Kuddels 66. Geburstag.

    Kommentar by Jürgen Zehnle — November 7, 2011 #

  6. Lieber Kuddel,

    wir haben den Film “Herr Schmidt und Herr Friedrich” im Rahmen unserer Ausstellung “STASI – Schwule – Staatsräson”, zwischen zwei deutsch-deutschen historischen Daten – nämlich vom 9.Oktober bis 9 November 2011 – mehrfach gezeigt und alle Besucher , die ihn sahen, waren bewegt, gerührt und zugleich fassungslos, wie das damalige System im Osten mit Menschen umging, die sich liebten.

    Gestern war SCHLAU, die schwule Studentengruppe aus der Dresdner Uni bei uns, die das alles überhaupt nicht fassen konnten wie die STASI einfache Bürger drangsalierte. Diese menschenverachtende und diskriminierende Haltung der STASI wird allein schon aus der Aktenbezeichnung sichtbar, die als OPK „Homo“ angelegt war und Deinen Geliebten und Dich somit auch schriftlich polizei- und geheimdienstlich erfaßten. Pervers, wenn man bedenkt, daß Ihr Euch doch nur lieb hattet, zusammen sein wolltet und keinerlei wirkliche für die STASI wichtigen politischen oder andere „staatsfeindlichen“ Aktivitäten anstrebtet.

    Ein berührender, sensibler und zugleich menschlich wertvoller Film und das Interview auf der „Ems Vechtel Welle“ runden Euer gemeinsames Glück ab und zeigen der Welt, das auch die Liebe unter Männern eine Liebe ist, die Bestand und Ausdauer haben und obendrein noch einen Gewinn für die Allgemeinheit bringen kann. Ihr habt es an den Reaktionen selbst gemerkt und somit habt Ihr Eurerseits – wohl eher ungewollt – ein großes Stück Aufklärungsarbeit geleistet und den Heteros gezeigt, daß auch Homos nette, freundliche und liebeswerte Mitmenschen und ein Teil dieser Gesellschaft sind. Euren Film haben Tausende gesehen (allein 15 Wochen lang in den Kinos von Nordhorn), Euer schwuler Zusammenhalt hat die Menschen nicht nur in Euerer Kleinstadt berührt und Euch zu „Ruhm“ und verdienter Ehre verholfen, die darin ihren Höhepunkt fand, daß Du (Dein Freund verstarb leider vorher) 2003 von der Stadt Nordhorn (und das einstimmig) zum Ehrenbürger ernannt wurdest.

    Lieber Kuddel,

    für Euer Engagement in unserer gemeinsamen Sache bedanken sich zutiefst die Freunde vom „Rosa Archiv Leipzig“ und der Vorstand der „Karl-Heinrich-Ulrich-Gesellschaft“, die Dich auf meinem Antrag hin am 12.11. (zu Deinem 66. Geburtstag) als 1. Ehrenmitglied in unsere Reihen begrüßen dürfen.

    Wir freuen uns schon auf 2012, wenn wir gemeinsam eine größere Veranstaltung zu „Herr Schmidt und Herr Friedrich“ – und dann hoffentlich mit Dir – organisieren werden.

    Jürgen Zehnle

    Leipzig, 12.11.2011

    Kommentar by Jürgen Zehnle — November 13, 2011 #

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